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28. Februar 2012 2 28 /02 /Februar /2012 12:03

Mit 19 Jahren ohne einen Pfennig Geld keine Wohnung und Arbeit kam ich nach Berlin zurück ich hatte Heimweh und außerdem wollte ich mich um meine beiden kleinen Brüdern kümmern  denn wir hatten uns 7 Jahre nicht gesehen. Die damalige Divise hieß ohne Zuzug keine Wohnung ohne Wohnung keine Arbeit.. So ließ ich mich vom Amt für Arbeit vermitteln und bekam Arbeit im größten Berliner Wäschewerk ( einem Zweigbetrieb vom Bekleidungskombinat Fortschritt) Was ich damals nicht wusste ich kam auf Grund meiner Negativen Vergangenheit in die Abteilung für Gestrauchelte Jugendliche wir sollten auf ein eigenständiges Leben vorbereitet werden..quelle rietzschkegrund-1-
So erhielt ich vorerst nur eine Aufenthaltsgenehmigung ich hatte immer noch den Negativen Makel  an mir ( ein böses Kind zu sein, mit 11 Jahren Schwanger das macht man nicht ) ,so eine Schande,  und so etwas noch in der DDR ich passte einfach nicht in diese Gesellschaft ich musste beweisen mich anstrengen  um ein würdigen Mitglied der Gesellschaft zu werden. So hatte man mich in der Hand und konnte jeder Zeit bei denn geringsten Verstoß wieder abgeschoben werden… Wir mussten Arbeiten von 8.00- 16.00 Uhr teilweise auch länger, wir haben geschuftet bis zu Umfallen.. Als Lohn erhielten wir 100 DDR Mark davon 25,00 Mark Miete 75.00 Markt Verpflegung. Versicherungsbeträge wurden zu dieser Zeit damals nicht abgeführt. Die meisten Jugendlichen wohnten in die Betriebseigen Wohnheime. Ich hatte Glück. Ich wohnte damals bei meiner Stiefmutter welche gerade von meinen Stiefvater geschieden war.
Ich hatte  dann irgendwie Glück und erkrankte  an die Infektiöse Gelbsucht  da konnte man mich nicht so ohne weiteres Abschieben. So kam ich 6 Wochen ins Sant Hedwig Krankenhaus auf die Infektionsstation.. Zu dieser Zeit erhielt ich kein Krankengeld.. Warum auch???? Ich war nur geduldet in der DDR.

Um nicht wieder endgültig abgeschoben zu werden  musste ich Heiraten.Ich lernte über ein Inserat meinen ersten Mann kennen . Im März 1967 Heiraten wir und so erhielt ich dann den Zuzug für 41478 1789909373 4376725 nBerlin. Diese Ehe war für mich die Hölle. Ich musste aus dieser Ehe fliehen packte meine Sachen und bewarb mich in Kühlungsborn um Arbeit. Wenige Tage später wurde ich wegen Suizidversuch für 12 Wochen in einer Nervenklinik bei Rostock weggesperrt.
Die Ehe wurde dann nach 3 Jahren durch den RA Wolf geschieden.

Damals bat ich um Akteneinsicht welche mir aus welchen Gründen auch immer verweigert wurde. Hinzufügen muss ich noch  ich habe bitter dafür mit Kinderlosigkeit bezahlt.

Ich habe dann 1971 wieder meinen jetzigen Mann geheiratet. Im Februar 1972 bewarb sich mein Mann mit Erfolg bei der deutschen Volkspolizei, auch in dieser Zeit holte mich meine negative Vergangenheit ein. Vorgesetzte meines Mannes wollten unsere Scheidung wir musste uns Ruhig verhalten um kein Aufsehen zu erregen außerdem mussten wir Schriftliche Erklären  keine Verbindung zu meinen Verwandten nach Westberlin aufzunehmen. Aus Liebe zu meinen Mann musste ich alle meine Verwandte verleugnen. Das unsere Ehe nicht Kinderlos bleibt stellten wir den Antrag auf Annahme an Kindes - Staat. 1972 durften wir endlich unseren, heute 40 Jahren alten Sohn Adoptieren.

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Published by heimkindirmgard - in Mein Leben
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Über Diesen Blog

  • : Heimkind-Irmgard
  • Heimkind-Irmgard
  • : Dieser Blog beschreibt mein Leben in der frueheren 'DDR', bis heute.Dieses ist die Geschichte meines Lebens, zerruettet durch die verschiedenen politischen Gegebenheiten, der verschiedenen Systeme.Vergewaltigung, Pruegel, sexueller Missbrauch in den Heimen. Ich hoffe, dass viele Leute meine Geschichte lesen werden, um auch von der Vergangenheit zu lernen.
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Dieser Blog wurde erstellt am

28/02/2012

von

MeaCulpa, London, UK

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